landschaft mit schafen
jetzt ist Ostern und endlich mehr Luft um Nachzudenken.
Grundsätzlich habe ich gerade den Eindruck, dass die Veränderung des Videoausgangsmaterials auch inhaltlich eine Neustrukturierung verlangt.
Ich habe auch gemerkt, dass das Interessante an den Schafherden erst sichtbar ist, wenn man aus erhöhter Position beobachtet. Ob das in der Lüneburger Heide möglich ist, da bin ich mir noch nicht sicher. Man könnte einen Hubwagen mieten, der ca. 20 m hoch ist.
Schwierigkeit: Schafherde verändert nur sehr langsam die Position.
Positiv: es gibt Hund, Schäfer, Schafe. Man könnte Hund und Schäfer mit farbigem Kleid “markieren”, so dass sie erkennbar sind für den Rechner.
Ansonsten ist die Wanderung nur durch das Futterreservoir und die Tränke/Wasservorkommen bedingt.
Wichtig: der Bildausschnitt muss so groß sein, dass man die Wanderung nachvollziehen kann. Wenn der Bildausschnitt stimmt, ist auch die Bewegung wieder interessant.
Ich habe bei Youtube ein bisschen geschaut, was man so an Schafherdenbewegung sehen kann. Manche Videos sind vielversprechend, andere eher weniger.
http://www.youtube.com/watch?v=qu9yLmZQrJ0
Ab der Mitte des Videos sind schöne Bewegungen der Herde sichtbar.
Schön ist, dass die Tiere alle zusammenbleiben. Das ist natürlich auch der Verdienst des Hundes.
wie z.B. hier:
http://www.youtube.com/watch?v=tBI58FEE7rA
Also… wie geht es weiter?
Ich denke gerade über Modalitäten nach, wie Orte durch die Agenten generiert werden können und quasi eine sekundäre Landschaft bilden (die Ausstellung heisst Landschaft 2.0).
Das Differenzbild beschreibt die Ortsveränderung der Tiere.
1. Matrix: Differenzbilddaten (die Spur). Wurde bisher nach ein paar Frames (ca. 16) ausgefadet. Könnte man Akkumulieren.
2. Matrix: Wärmematrix (Abstrahlung von Wärme der Agenten, ist bereits so vorhanden)
Energiehaushalt der Tiere:
3. Tiere haben Randombewegung, bis sie Futter gefunden haben, dann gehen sie in diese Richtung weiter. Falls kein Futter mehr gefunden wird und sie noch hungrig sind, wieder Randombewegung.
4. Fressen wird in 3 Ebenen behandelt:
4.1 Tiere verlieren Bewegungsenergie
4.2 Tiere strahlen Wärme ab
4.3 Tiere tragen überschüssige, nicht über Bewegungsenergie oder Wärme verbrauchte Energie als Last mit sich herum (-> erhöhter Bewegungsenergieverbrauchsfaktor)
4.4 Tiere können aufgenomenes und nicht verbrauchtes Futter ablegen (als Reservoir für später). Wie suchen sie den Ort für ein Futterdepot?
5. Tiere wählen Ort mit Wärme, der aber nicht begangen wurde von Schafen (in der Hoffnung, er wird auch nicht begangen und damit als Futterquelle für suchende Kollegen dienen). Der Ort hat deshalb einen in der Differenzbildmatrix einen niedrigen akkumulierter Wert und eignet sich daher für Futterablage. Tiere können dieses Depot erinnern, falls sie Hunger bekommen.
5.1 Tiere sammeln im Laufe ihres Lebens Futter an diesem Ort.
5.2 Tiere suchen einen Partner und paaren sich.
5.3 Tiere legen Eier, die brüten (eine Weile liegen müssen, um Schlüpfen zu können).
Fazit: ich habe zwar ein Plan, wie eine Landschaft generiert werden kann, aber immer noch kein Konzept für die sexuelle Rekombination.
Ich müsste wissen, ob für die Geschlechtlichkeit hauptsächlich gegensätzliche Eigenschaften sinnvoll sind oder auch grundsätzlich andersartige.