genetik

Was sollen die Geos lernen können?
Vier Arten von Territorien:
1. schafe bleiben längere zeit und grasen
2. da wo schafe gegras haben (es fehlt an futter, das gras wurde gedüngt)
3. da wo schafe nur kurz waren (durchgangsbereich)
4. da wo schafe nie waren
In Anlehnung an Karl Sims müsste ich nun die verwandelbaren Eigenschaften definieren, mit welchen die Geos ihr Glück versuchen.
Was sollen Geos tun?
Sie sollen Cluster bauen, die quasi Landschaft sind dort, wo die Schafe nicht sind. Und sich von Schafen ernähren.
Mit welcher Form sollen sie operieren?
bei der alten artificial life installation war die Form der “Geos” das, was mutiert hat. Frage ist nun, was bei den Geos mutiert.
Diese Frage habe ich noch nicht richtig beantwortet, höchstens implizit in irgendwelchen Gedanken.
Von ihrer Erscheinungsform sind mir einige Variationen vor Augen:
Erst einmal natürlich die unterschiedlichen Symmetrien der Geos (Anzahl der Arme). Sie können sich zwischen 3 und 11 oder mehr bewegen.
Geos in Ketten, also die aneinander angelagert sind und gemeinsam ziehen (Cluster bilden)
Geos, die alleine wandern
Geos die Futter schieben wie mit schaufelngeos_schaufelt
Hier ein Geo, das eine Barriere schiebt. Diese Barriere z.B. könnte eine Kante von einem Territorium sein.
Geos_schiebt
Und hier ein Geo im Clusterverbund (in Bewegung, also keine regulären Polygone)
clustergeo

geolandschaft

Hier im Anhang sieht man, wie zwei reguläre Polygone unterschiedlicher Symmetrie geometrisch verbunden werden können. Ich habe damals (geometrie und raumplanung) verschiedene Methoden ausprobiert, Eckpunkte (oder Mittelpunkt) des einen Polygons mit den Eckpunkten (oder Mittelpunkt) des anderen Polygons zu verbinden. Wenn die sich ergebende Linie zu einem der Polygone einen Winkel aus dem “Wertekanon” der symmetrischen Polygone hatte, wurde dieses gezeichnet und sie damit verbunden.
Ich dachte, es wäre vielleicht schön, die Linien, die quasi gegenseitig die Polygone einfangen, zu übernehmen für die Geos. Die Linien lägen quasi in der Landschaft herum und sind magnetisch für die Polygone. Dann rutschen die Polygone aufeinander zu und verbinden sich.
Das kann man sicher machen, aber letztendlich verändert es die Anforderungen des Magnetismus nicht, es variiert sie blos. Alleine man könnte vielleicht eine Fangfunktion einrichten. Von einem “stabil statischen” Polygon aus drehen Linien an den Kanten und wischen durch die Gegend, bis sie ein zweites gefunden haben. Vorteil: der Suchalgorithmus (des Magnetismus) ist visuell nachvollziehbar für den Zuschauer.
Man könnte jeweils an einem Eckpunkt beginnen und die unterschiedlichen Ecken durchprobieren. Wenn beide Polygone sich bewegen, ist es eine Frage der Zeit, wann ein Polygon einen “richtigen” Winkel hat und hängen bleibt (das wird sehr schnell passieren).
Find4 [Konvertiert]

  • wie würde man einen genetischen Algorithmus ändern, um ihn nicht mehr darwinistisch sein zu lassen (Erfolg durch Konkurrenz und Überleben des Besseren) sondern kooperativ? Wenn es dem Individuum gut geht, wenn es sozial anerkannt wird und in Gemeinschaft ist (Jochaim Bauer), dann ist dies sicher ein Faktor, der dem Individuum das Leben angenehm macht und sein Prosperieren fördert. Kann man denn auf die effektive Verwertung der Lebensgrundlagen wie Futter, Luft, Schutz etc. verzichten? Sicher auch nicht. Heinz von Förster beschreibt die Gesellschaft als den Faktor, der “vorgestellte Welten” des Individuum in kulturellen Artefakten und Praktiken feedbackt und ihnen quasi ein Stück “Wirklichkeit” gibt, wobei diese Wirklichkeit in seinem Sinne Referenz und Möglichkeit zur fuktionalen Verschränkung bietet.

    Dies bedeuted, dass virtuelle Systeme die Möglichkeit haben sollten, eigene Realitäten hervorzubringen (eigene Abbilder der Welt). Diese Bilder der Welt konkurrieren natürlich miteinander, sie könnten aber auch durch kooperative Handlungen miteinander abgeglichen und angepasst werden.

    Ein Gedanke von Christian war es auch, dass wir Wärme mit in das System einbringen.

    Also wir verhandeln in erster Linie nicht Fressen, sondern Energie. Das nette wäre, dass wir einen Rechner an ein Solarmodul anschliessen könnten.

    Tiere können Wärme speichern. Wie aber liegt die Wärme in der virtuellen Welt vor? Wird sie einfach auf eine Fläche gemappt? Das wäre langweilig. Sie müsste ortsbezogen eingesetzt werden. Wiederum zur Interpretation eines Bildes eines Ortes. Und über diesen Ort verteilt sind Polygone, die in ihrem Kern (Mittelpunkt) Wärme anreichern. Sie nehmen sie auf, indem sie sich an einen warmen Ort bewegen. Wenn um sie herum kein Wesen ist, dann verlieren sie diese Wärme auch wieder, sobald sie sich bewegen oder die exogene Wärme verschwindet. Kleben sich allerdings andere Polygone an sie dran, dann wärmen sie sich gegenseitig (kein Wärmeverlust).

    Dann ginge es im nächsten Schritt darum, zu schauen, dass “richtige” Parkettierungen entstehen. Aber vielleicht passiert das ja schon so von alleine.

     
      
     
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