genetik

Was sollen die Geos lernen können?
Vier Arten von Territorien:
1. schafe bleiben längere zeit und grasen
2. da wo schafe gegras haben (es fehlt an futter, das gras wurde gedüngt)
3. da wo schafe nur kurz waren (durchgangsbereich)
4. da wo schafe nie waren
In Anlehnung an Karl Sims müsste ich nun die verwandelbaren Eigenschaften definieren, mit welchen die Geos ihr Glück versuchen.
Was sollen Geos tun?
Sie sollen Cluster bauen, die quasi Landschaft sind dort, wo die Schafe nicht sind. Und sich von Schafen ernähren.
Mit welcher Form sollen sie operieren?
bei der alten artificial life installation war die Form der “Geos” das, was mutiert hat. Frage ist nun, was bei den Geos mutiert.
Diese Frage habe ich noch nicht richtig beantwortet, höchstens implizit in irgendwelchen Gedanken.
Von ihrer Erscheinungsform sind mir einige Variationen vor Augen:
Erst einmal natürlich die unterschiedlichen Symmetrien der Geos (Anzahl der Arme). Sie können sich zwischen 3 und 11 oder mehr bewegen.
Geos in Ketten, also die aneinander angelagert sind und gemeinsam ziehen (Cluster bilden)
Geos, die alleine wandern
Geos die Futter schieben wie mit schaufelngeos_schaufelt
Hier ein Geo, das eine Barriere schiebt. Diese Barriere z.B. könnte eine Kante von einem Territorium sein.
Geos_schiebt
Und hier ein Geo im Clusterverbund (in Bewegung, also keine regulären Polygone)
clustergeo

Gen kombiniert mit Wärmematrix

Ursprünglich dachte ich, man kann den Magnetismus dadurch entstehen lassen, dass die Polygone durch einen evolutionären Algorithmus lernen, dass es ihnen besser bekommt, sich in der Nähe von anderen aufzuhalten. Allerdings hatte ich mir keine Gedanken gemacht, wie dieses Gen aussehen soll. Lokalitäten kann man ja schlecht als Eigenschaft in einem Agenten speichern. Und Richtungen machen keinen Sinn, wie ich aus double helix weiss.
Statt dessen bietet sich an, dass das Gen der Geos einen Wert “mutiert”, der das Verhältnis beschreibt von Energieaufnahme und direktem Verbrauch durch Bewegung (+1) gegenüberstellt der Energieaufnahme und kompletter Verstoffwechselung in Wärme (-1). Das Gen würfelt also Zustände aus zwischen diesen beiden Extremen. Das Gen ist dann sozusagen ein Indikator, ob ein Geo sozial ist oder ob es lieber alleine kämpft.
Folge:
Für das Soziale müssen wir definieren, ob die Geos nur dann sozial sein können, wenn sie ruhen (also geschlossen sind und sich nicht bewegen oder auch wenn sie sich bewegen.
Ich denke, es sähe ganz gut aus, wenn die Dinger aneinander kleben könnten auch in Bewegung, welcher Zustand auch immer.
D.h. dass der Magnetismus erst einmal als Größe zu definieren sein, d.h. er ist eine Eigenschaft, die jeder Geo besitzt in einem von der Eigenwärme abhängigen Maß (die man bei Bewegung schneller verliert).
Soweit verstehe ich nun auch Deine Anmerkung, dass wir die Wärmematrix auf die Aktivität der Arme anwenden sollen, und ich denke, dieses Procedere klärt das jetzt.
Später noch etwas zu den Linien (ist aber nicht so wichtig).

1 Jan 2009, 12:59pm
Genetik Geometry Maps
by admin
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nochmals zur Landschaft

Hier ist ein neues Bild, das das update darstellt für die schon existierende Landschaft.

geos_differenziert_net
Die Landschaft ist mittlerweile schon funktionsfähig. Ein Screenshot hier:
mitmenue_net

9 Jun 2007, 7:46am
Geometry Maps
by Ursula Damm
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“geos”

als Arbeitstitel heissen sie bei mir die “Geos”, also die kleinen Wesen, die Videobilder nach Bewegungspuren absuchen und dann sich niederlassen, um zu seddlen.
Hier als Arbeitsmaterial ein paar Skizzen für Christian. Das erste zeigt, wie die Geos z.B. sich bewegen könnten in Relation zu Futter. Das ist im Prinzip ähnlich wie bei double helix swing, aber die Geometrien sind frei verformbar und unterschiedlicher Symmetrie (nicht nur Hexagone)

dsc_0108.jpg

Das nächste zeigt eine Variante, bei der die Kanten der Polygone nicht alle schon “verklebt” sind. Dadurch ist der Wärmehaushalt der Tiere dynamisch. Wird sicher schwerer zu programmieren sein.

form_geo.jpg

Und dann zwei Zustände der wärmedynamischen Situation bei offenen und sich selbst anlagernden Geos:

Bewegung Geo

Dynamik

Halbinseln beschleunigen

gestern abend beim Fernsehen eine Entdeckung gemacht: Lucinda Childs. Ich kannte sie nicht. Faszinierend diese vergeistigte Körperlichkeit, die völlige Autonomie ihrer Person, übersetzt in eine inszenierte Körpersprache. Ich hatte fast schon geglaubt, das gibt es nicht. Ganz selten sah ich Tanz, der mir gefiel. Sie kann es, sie bewegt sich wie getrieben, ohne ihr Selbst zu verlieren, sie erkennt Strukturen, ohne sie als Bürde zu empfinden. Sie kann kooperieren ohne Hingabe. Zuletzt im Film kam eine Passage, in welcher eine junge Tänzerin ihre Rolle übernommen hat. Zum einen war es eine Europäerin, zum anderen eine Frau, die ihre zierliche Weiblichkeit dann doch wieder nett und hübsch rübergebracht hat. Es kommt mir dann immer noch vor wie ein kokettes Spiel mit einer veralteten Rolle. Lucinda Childs ist so deutlich Amerikanerin in einem guten Sinne.
Vehicle
hier ein Video (unten links)

ist eine Arbeit, die ich mir anschauen sollte in Bezug auf meinen Fernfühler.
Ich denke oft darüber nach, wie es ist mit der Inszenierung von Wirklichkeit und dem Umgang mit Alltag und seiner Komplexität. Der Wunsch nach Ästhetik ist vielleicht auch ein Wunsch nach Abgrenzung, der legitim ist, um Visionen aufzubauen oder denknotwendige Halbinseln (die die Fliessgeschwindigkeit des Stromes erhöhen (aber das nur, wenn der Wasserkanal enger wird)) In/OutSite waren Arbeiten, die ungefilterte Wirklichkeit mit hereingenommen haben. Das Artifizielle an Lucinda Childs Arbeiten begeistert mich nun einfach.Als Tänzerin arbeitet sie ja auch mit einem völlig realem Medium: Ihrem Körper.Das reicht vielleicht schon als “Wirklichkeitsaspekt”.

Pershings oder die fünfte Dimension

über Räume gesprochen. Wie ist das mit mehr als 3 Dimensionen? Wie mit der Zeit, deren Anfang und Ende?

Dabei zwei Erlebnisse wieder hervorgeholt (um eine Dimension zu beschreiben, die erlebbar, in ihrer Auswirkung auf die bekannten 3 bzw. 4 Dimensionen sogar u.U. dominant ist aber nicht erklärbar): Es war 1983 oder 1984, als Bush (der Vater) nach Deutschland kam und die Pershings stationiert wurden. Wir wollten demonstrieren, man fühlte sich verpflichtet, also reisten wir Studenten nach Bonn, in die Hauptstadt. Irmin wollte auch kommen, sie studierte in Mainz, wir verabredeten uns naiverweise im Hauptbahnhof von Bonn, da wir nicht wussten, wie es dort aussah, fixierten wir das mittlere Portal am Hauptausgang (falls dieser mehrere Portale haben sollte). Nun denn, jeder von uns fuhr los, ich in Düsseldorf, mit einer Freundin. Irmin in Mainz. Schliesslich kam dann der Zug nicht in Bonn Hauptbahnhof an, sondern in Bonn Oberkassel. Ich verliess den Bahnhof, versuchte, zum Hauptbahnhof zu gelangen, schaute mich nach einer Buslinie um: vergeblich! Überall stand Polizei, alles war abgeriegelt, kein Durchkommen durch die Massen von Menschen. Kein Zug fuhr nach Bonn Hauptbahnhof. Jeden, den ich fragte, schüttelte den Kopf und verwiess auf das Chaos im Umfeld. Frustriert machte ich mich auf den Weg zum Demonstrationsgelände. Meine Freundin hatte ich schon vorher verloren. Sie wollte nicht warten am Hauptbahnhof. So zog ich denn alleine auf der riesigen Wiese umher, einmal durch ganz dichte Menschenmassen, einmal durch lockerer herumsitzende Leute. Es war heiss und schwül, zunächst hielt ich noch nach Irmin ausschau, dann gab ich auf und versuchte nur noch, irgendwo etwas zu trinken zu bekommen. Schliesslich fand ich ne Cola, setzte mich in den mässigen Schatten einer großen Bühne (eine derer, wo die vielen Gruppen ihre Auftritte hatten). Als ich da im Schatten hockte, sah ich plötzlich vor mir ein Stoffmuster, das mir bekannt vorkam. Es war ein Muster aus den 50er Jahren, einen Stoff, den auch noch die Mutter der Freundin, mit der ich nach Bonn gekommen war, entworfen hatte. Diesen Stoff gab es schon lange nicht mehr. Aber Irmin hatte eben den Rock aus diesem Muster von unserer Mutter geerbt. Und da stand also Irmin vor mir, inmitten der 300 000 oder 400 000 Demonstranten in Bonn.

Solche Sachen sind mir öfter passiert. Einmal mit Jo in Berlin.

Ob er sich erinnert? Ich hatte einen Lehrauftrag, das war 1994, an der damaliegen HDK, Fachbereich Design. Jo hatte mir angeboten, bei Ihnen zu wohnen, er wusste, dass ich in Berlin war, aber ich war zuvor bei anderen Freunden gewesen. Nun hatte ich meine Angelegenheiten erledigt und wollte ihn treffen. Stand auf dem Kudamm und holte mein Adressbuch hervor, suchte seine Nummer, ging in ein Telefonhäusschen und rief an: er war nicht da, schaute auf, da stand er vor mir. In dem Augenblick erschien es sehr normal, dass das sich so ergeben hatte, erst im Nachdenken wurde mir klar, das nichts daran “selbstverständlich” war. Wie in aller Welt hätte Jo, der in Kreuzberg wohnte, wissen sollen, dass ich gerade auf dem Kudamm bin?

Aber wir beide fanden das wohl einfach nur normal und gut getimed.

geo-creatures

Heute kommt Christian und beendet double helix swing. Er bindet mit einer Grabberkarte (mpeg2 Encoder) die Videokamera an. Dann können in Echzeit Videos zugespielt werden, die Steuerung liegt bei den Benutzern.

Später sprechen wir über die neue Software. Welche Änderungen sollte sie bringen?

  • die Zellen bestehen aus n-gonen. Sie werden nicht mehr als 6-Ecke geboren, sondern als 3-, 4-, 5-, 6-, 7-, 8-, 9-, 10- … usw. Ecken. Man kann diese n-gons als Sterne und als normale reguläre Polygone zeichnen, je nachdem wäre ihr Geschlecht weiblich (konvex) oder männlich (konkav). Dadurch entstünde eine Rekombination nur unter andersgeschlechtlichen, was sich günstig auf die Musterbildung auswirkt. 3-, 4- und 5-Ecke wären zwitter, weil sie keine Sterne bilden können. auch dies macht im Hinblick auf Parkettierungen Sinn.
  • die Zellen haben zwei Bewegungzustände: Ruhe und Bewegung.
    Ruhezustände könnten kombiniert werden mit geringem Energieverbrauch
    Gerade gelesen bei PSI: da gibt es eine allgemeine Aktiviertheit, die erst erreicht wird, wenn Sicherheitsbedürfnis und Kompetenz sinken . Man könnte also Ruhe und Bewegung an die Abgesichertheit des Lebenszustands binden.
  • Energie sollte aufgenommen werden (kann vorkommen durch Differenzbild, wie bisher) und wird dann in “Wärme” umgesetzt.
    Wärme hat die Eigenschaft, auszustrahlen auf ein Umfeld. Sie nimmt also vom Zentrum des n-gons hin linear nach aussen hin ab.
    Der Sinn dieser “Wärmemetapher” ist es, dass man den geo-creatures einen Grund gibt, nah beieinander zu sein. Auch würden kleine geocreatures sich gerne an größere (=Wärmere) andocken.
  • Eine Bildbearbeitungssoftware findet in den im Hintergrund gegrabbten Bildern “Kanten”, das sind zwei Geraden, die einen Winkel zueinander bilden, der ein Aussenwinkel eines regulären Polygons ist oder die Summe von Aussenwinkeln regulärer Polygone. Die Software”schreibt” diese Winkel (2 Linien gleicher Länge (orientiert an der Länge der vorgefundenen Kante) in das virtuelle “Weltbild”
  • An diesen “Kanten” wird die Wärme der Creatures reflektiert. Dort also findet kein Wärmeverlust nach aussen hin statt, sondern bleibt ein Teil (der Teil, der prozentual von der Aussenkante des Creatures-Polygons bedeckt wird.
  • Eckpunkte der Creatures-Polygons sind “magnetisch”, ebenso wie die Eckpunkte der “Kanten”. Wie könnte man diesen Magnetismus formalisieren? Z.B. indem man Eckpunkte, sobald sie sich in einem Radius von +-2-3 Pixel befinden, aneinanderfestkleben und das Wesen nur noch rotationsbewegungen vornehmen kann um diesen gemeinsamen Punkt. So kann es schauen, ob mit einem anderen Eckpunkt es ggf. noch zur Deckung kommt mit der Kante.

langsam und dumm

bin am Basteln. Und zwar habe ich ja mich entschlossen, mal wieder ein nicht digitales Werk zu machen. Skulptur scheint mir zu verwegen – immer noch. Ein Ding zu bauen, das einfach rumsteht und nichts tut, das bekomme ich nicht mehr hin. Vielleicht ist es auch meine Platzangst, so dass ich anderen Menschen nicht den Raum zubauen möchte, ohne ihnen eine Funktion anzubieten. Nun denn, da sitze ich und nähe. Es ist so unvorstellbar langsam. Ich arbeite pro Tag zwischen 12 und 14 Stunden. Ich finde das völlig ausreichend, aber ich komme kaum vom Fleck. Erst einmal habe ich zwei Skulpturen umsonst genäht, die erste war total falsch geschnitten. Konnte man so garnicht zusammennähen. Die zweite sah schrecklich aus. Die dritte scheint o.k. Ich muss mich dran gewöhnen, aber sie hat was, hoffentlich nicht nur in meinen Augen.

sitzeorange_l.jpg

Und nun ist nach drei Tagen ein erster Würfel fertig. Dann schaue ich, was orangefarbene Klettpunkte kosten: ich muss 5x 53 € bestellen, eine Unsumme an Klettpunkten, und das nur, weil sie die gesondert produzieren müssen. Also erst mal Test machen. Es ist so merkwürdig dass man ständig schwankt zwischen hochtrabenden Gedanken und so trivialen Tätigkeiten.

Nachgedacht, dass eigentlich man es nicht als Fehler bezeichnen kann im konstruktivistischen Sinne, wenn so viele Leute den “war of nature” beschworen haben und das “survival of the fittest”. Eher müsste man sich fragen, welchen strukturellen Nutzen einzelne Personen von so einer Theorie haben und in welcher Weise es ein System verändert. Wie würde ein Afrikaner denken bezüglich dessen, was Lynn Margulis verkündet? Sähe er nicht die überlebensnotwendigen Güter und den Kampf darum dennoch als Hauptmotivationsgrund für das Handeln? Ist diese Diskussion ein Luxusproblem?

Noch einmal zurück zu den Sitzen. Wenn ich alle Möbel auf dem Bild selber nähe, wäre ich drei Wochen mindestens beschäftigt. Und da käme viel dazwischen, was noch so en passant zu erledigen wäre. Also wahrscheinlich 6 Wochen.

26 Feb 2007, 2:46pm
Genetik Geometry Maps
by Ursula Damm
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Spiel mit Geometrien, einfache Variante

Ich habe beim Stöbern auf dem Rechner das gefunden, ist zwischenzeitlich unwichtiger geworden. Aber seit ich die Sitzmöbel wieder nähe, denke ich vermehrt darüber nach, wie man die geometrischen Formen im Raum “erweitern” kann mit reaktiver Projektion oder ähnlichem.

Das Spiel, das ich im Kopf habe, sollte mit einer Projektion die geometischen Formen von oben auf den Fußboden mappen.
Man hätte nun die Möglichkeit, durch “Betreten” der Form eine Mustergenierierung zu starten. Mit einem kleinen Interface in der Hand könnte man die Symmetrien (also die Eckzahl der einzusetzenden Polygone) wählen.
Mit einem Betreten könnte z.B. auch das hochklappen von einem regulären Polygon in die 3 Dimension möglich werden, sofern es ein zweites Polygon in der Nähe findet, das es “stützt”. So könnten recht verrückte Ebenen auf dem Boden entstehen. Letztendlich soll es bei dem Spiel um die Erreichbarkeit von verschiedenen Welten gehen. sprich: jeder Mitspieler beginnt in seiner eigenen Welt, seiner eigenen Insel (Polygon) und versucht mittels Parkettierung einen anderen Mitspieler zu erreichen.

Dieses “Spiel” geht aus von einer alten Mustergenerierungssoftware, die ein Mathematiker 1998 geschrieben hat. Hier zwei Beispiele, was ich daraus gemacht habe:

das hier
mixseed27_levelmax36-494p.jpg alleseed74-6test9.jpg


Die Bilder entstanden durch das Übereinanderlegen von einmal berechneten Kombinationen des Programms. Dem Programm gibt man die Ausgangsmaterialien an: reguläre Polygone und Polygonsterne. Dann versucht das Programm durch einen genetischen Algorithmus die vorgewählte Fläche optimal zu bedecken. Es gibt eine ästhetische Bewertung des Musters, die wahrscheinlich mit den Restflächen zusammenhängt (hab nicht mehr nachgeschaut). Dann rechnet der Computer weiter. Man kann die Berechungstiefe (die Generationen) einstellen und ein Seed, also Startwert für den Zufallsgenerator.

Also ganz altmodischer genetischer Algorithmus ;-)

Das wäre auch wieder so eine Sache: den Zufall ersetzen durch “Hervorbringung neuer Arten”, wie auch immer die geschieht. Das lese ich demnächst bei Lynn Margulis nach, wenn das Buch geliefert wird.

wie würde man einen genetischen Algorithmus ändern, um ihn nicht mehr darwinistisch sein zu lassen (Erfolg durch Konkurrenz und Überleben des Besseren) sondern kooperativ? Wenn es dem Individuum gut geht, wenn es sozial anerkannt wird und in Gemeinschaft ist (Jochaim Bauer), dann ist dies sicher ein Faktor, der dem Individuum das Leben angenehm macht und sein Prosperieren fördert. Kann man denn auf die effektive Verwertung der Lebensgrundlagen wie Futter, Luft, Schutz etc. verzichten? Sicher auch nicht. Heinz von Förster beschreibt die Gesellschaft als den Faktor, der “vorgestellte Welten” des Individuum in kulturellen Artefakten und Praktiken feedbackt und ihnen quasi ein Stück “Wirklichkeit” gibt, wobei diese Wirklichkeit in seinem Sinne Referenz und Möglichkeit zur fuktionalen Verschränkung bietet.

Dies bedeuted, dass virtuelle Systeme die Möglichkeit haben sollten, eigene Realitäten hervorzubringen (eigene Abbilder der Welt). Diese Bilder der Welt konkurrieren natürlich miteinander, sie könnten aber auch durch kooperative Handlungen miteinander abgeglichen und angepasst werden.

Ein Gedanke von Christian war es auch, dass wir Wärme mit in das System einbringen.

Also wir verhandeln in erster Linie nicht Fressen, sondern Energie. Das nette wäre, dass wir einen Rechner an ein Solarmodul anschliessen könnten.

Tiere können Wärme speichern. Wie aber liegt die Wärme in der virtuellen Welt vor? Wird sie einfach auf eine Fläche gemappt? Das wäre langweilig. Sie müsste ortsbezogen eingesetzt werden. Wiederum zur Interpretation eines Bildes eines Ortes. Und über diesen Ort verteilt sind Polygone, die in ihrem Kern (Mittelpunkt) Wärme anreichern. Sie nehmen sie auf, indem sie sich an einen warmen Ort bewegen. Wenn um sie herum kein Wesen ist, dann verlieren sie diese Wärme auch wieder, sobald sie sich bewegen oder die exogene Wärme verschwindet. Kleben sich allerdings andere Polygone an sie dran, dann wärmen sie sich gegenseitig (kein Wärmeverlust).

Dann ginge es im nächsten Schritt darum, zu schauen, dass “richtige” Parkettierungen entstehen. Aber vielleicht passiert das ja schon so von alleine.

 
  
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